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Gangsprechstunde für Kinder und Erwachsene mit neurologischen Erkrankungen

Interdisziplinäre Konzepterstellung von Neuroorthopädischen Orthesen: Durch die verschiedenen Erscheinungs- und Krankheitsbildererkrankter Menschen ist es sehr wichtig, im Vorfeld klar die gewünschten Ziele bei der Versorgung mit Orthesen zu definieren.

Nächste Termine
Jeden Freitag am adViva Standort in Mannheim: Sicher gehen ... adViva Gangsprechstunde

Anmeldung zur Gangsprechstunde
Die Anmeldung zur Gangsprechstunde können Patienten und Therapeuten über ein Anmeldeformular vorgenommen werden, das ganz einfach telefonisch angefordert werden kann. Für größere Physiotherapiepraxen oder Kliniken können Gangsprechstunden vor Ort organisiert werden. Sprechen Sie uns gerne hierauf an.

Kontakt
adViva GmbH, Sanitätscenter, Orthopädie- und Reha-Technik, Maaßstraße 32/2, 69123 Heidelberg
Anmeldung und Anmeldebogen über Frau Evans, E-Mail: evans@adviva-info.de, Tel. 06223 8629-0

Bewegungsanalyse als Grundlage

Umherauszufinden, was genau am Gangbild des Patienten nicht mehr stimmt und wie es zu Fehlbelastungen und Abweichungen vom "normalen" Gang kommt, ist eine videogestützte Bewegungsanalyse im Rahmen einer Gangsprechstunde sinnvoll.
Dabei wird beim Gehen jede Gangphase einzeln beurteilt und in den Analysebögen dokumentiert. Zusätzliche dynamische Tests sind erforderlich, um die Ursache der Hauptabweichung dann zu ermitteln und behandeln zu können.

Therapieplanung: Zusammenarbeit von Physiotherapie und Orthopädietechnik

Nachdem herausgefunden wurde, welche Abweichungen vorliegen, kann man in die Therapieplanung einsteigen. Dabei ist die Zusammenarbeit zwischen der Physiotherapie und Orthopädietechnik von großer Bedeutung, da bei vielen Abweichungen auch ein gezieltes Krafttraining erforderlich ist. Das Konzept der adViva GmbH hat nicht nur einen orthopädietechnischen, sondern auch einen therapeutischen Behandlungsansatz.

Alle Maßnahmen müssen gezielt auf die Erkenntnisse der Ganganalyse ausgerichtet sein. Sowohl die physiotherapeutischen Behandlungen als auch die Trainingsprogramme werden darauf ausgelegt, einzelne Gangphasen zu verbessern. Zusätzlich sollen die geschwächten, aber noch funktionsfähigen Muskelgruppen aktiviert werden, anstatt ausschließlich einzelne Gelenke und Strukturen zu mobilisieren.

Dauerhafte Verbesserung mit Visualisierung in Videoaufnahmen

Um eine dauerhafte Verbesserung zu erreichen, müssen die Patienten die Maßnahmen zur Veränderung ihres Gangbildes vor allem verstehen und erfahren. Die wiederholte Visualisierung des Gangzyklus durch Videos, in denen der Patient sich selbst beobachten kann, ist dabei sehr hilfreich. Viele positive Wiederholungen der gesamten Gehbewegung oder auch nur einzelner Phasen machen eine neue neurologische Steuerung erst möglich.

Es ist selbstverständlich, dass solche komplexen und tiefgreifenden Veränderungen in die Bewegungsstruktur nur umzusetzen sind, wenn alle Beteiligten wie ÄrztInnen, TherapeutInnen, OrthopädietechnikerInnen, PatientInnen sowie Angehörige dieses Versorgungskonzept gemeinsam unterstützen. Der Austausch innerhalb des gesamten Behandlungsteams wird dadurch deutlich verbessert und auch vereinfacht.

Orthesen unterstützen Biomechanik

Orthesen können in den verschiedenen Gangphasen durch unterschiedliche Hebel Muskelgruppen gezielt aktivieren. Auch die Stabilisierung des Beines in den Standphasen trägt dazu bei, die physiologische Biomechanik beim Gehen zu verbessern. Zu den Aufgaben einer Orthese gehört es außerdem, die Gehbewegung zu steuern. Bewegungen sollten nicht blockiert werden und ein leichtes Anlegen der Orthese sollte möglich sein.

Bei adViva wurde eine neue Orthese entwickelt, die sowohl die Fußhebermuskulatur, als auch die schwache Wadenmuskulatur unterstützt. Sie nennt sich „adViva Powerspring“ und kann Bodenreaktionskräfte speichern und im richtigen Moment wieder freigeben, sodass eine kräftige Schwungphase entsteht und die Fußheber dadurch aktiviert werden. Es entsteht so ein positiver Trainingseffekt und das Gehen wird deutlich einfacher.

Die Orthese ist sehr leicht und wird in konfektionierten Schuhen getragen. Im Gegensatz zu vorgefertigten Orthesen wird die "Powerspring"-Feder durch verschiedene Festigkeiten des Carbons individuell auf die Gegebenheiten des Patienten modelliert und gefertigt. Über die videogestützte adViva Bewegungsanalyse in der Gangsprechstunde werden die Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit überprüft.